Nach der 1:4 (0:2)-Niederlage im Derby gegen Bayern Alzenau war Lars Schmidt, Trainer des Hessenligisten Sportfreunde Seligenstadt, restlos bedient.

„Ein 5:1 in Urberach und 5:0 in Nidda interessieren nicht, wenn wir uns nicht auf das nächste Spiel fokussieren können. Ich bin brutal enttäuscht und werde das die auch Mannschaft spüren lassen. Die soll mir mal am Montag erklären, wie man derart ohne Engagement in ein Spiel gehen kann. “ Dagegen war Alzenaus Trainer Angelo Barletta nach dem ersten Sieg im vierten Spiel voll des Lobes: „Mit den drei Punkten bin ich hochzufrieden. Wir haben vieles richtig gemacht und uns endlich einmal mit Punkten belohnt. Das war eine Sahnetag von uns.“ Während die Unterfranken von Beginn an hellwach waren und mit ihren Spitzen Salvatore Bari und Elias Niesigk immer wieder für Gefahr sorgten, fehlte den Hausherren jede Leidenschaft.
Bereits in der achten Minute bewahrte SF-Torhüter Daniel Duschner sein Team bei einem Distanzschuss von Niesigk vor einem Rückstand, den er nach einem Alleingang von Bari nach 21 Minuten dann auch nicht mehr verhindern konnte. Nur zwölf Minuten später erhöhten die Gäste auf 2:0. Der eingewechselte Dorian Ahouandyinou vergab zu Beginn der zweiten Hälfte zwei gute Chancen für die Sportfreunde, doch nach einem Fehlpass von Patrick Hilser erhöhten die Alzenauer auf 3:0 (61.). Nach dem 3:1 durch Carlos McCrary keimte im Seligenstädter Lager nochmals Hoffnung auf, die der ehemalige Ober-Rodener Kristijan Bejic aber nur drei Minuten später zunichte machte. Mit den vier Gegentoren waren die Hausherren noch gut bedient, bei besserer Verwertung ihrer Konter hätten die Unterfranken auch höher gewinnen können.
 
Sportfreunde Seligenstadt: Duschner - Löbig, Piarulli, Krist - Leis, Stefani (46. Ahouandyinou), Hilser (68. Bellos), Mladenovic, Hertrich - Dalmeida, McCrary
 
Tor(e): 0:1 Bari (21.), 0:2 Niesigk (33.), 0:3 Bari (61.), 1:3 McCrary (77.), 1:4 Bejic (80.)
Besondere Vorkommnisse: ./.
Schiedsrichter: Heß (Heppenheim)
Zuschauer: 400
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