„Es hat nicht sollen sein“, sagte Lars Schmidt, Trainer beim Fußball-Hessenligisten Sportfreunde Seligenstadt, nach der 0:1 (0:1)-Pleite gegen Eintracht Stadtallendorf.

Für Seligenstadt war das 0:1 nach sieben Punkten aus drei Partien die erste Punktspiel-Niederlage an diesem Jahr. Stadtallendorf zog mit dem Erfolg an RW Frankfurt vorbei und ist zumindest vorübergehend alleiniger Zweiter. Seligenstadt hat weiter fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze und ist im Kampf um den Ligaverbleib noch nicht aus dem Schneider.
Lars Schmidt musste seine Startformation im Vergleich zur Vorwoche in Steinbach auf einer Position geändert. Innenverteidiger Viktor Krist wurde am Samstagmorgen zum zweiten Mal Vater, für ihn rückte Marius Löbig aus dem Mittelfeld zurück in die Abwehr, Tobias Leis kam neu in die Mannschaft.
„Das war ein offenes Spiel, Stadtallendorf hatte einige Probleme mit uns, so sollte das sein. Wir hatten uns viel vorgenommen, waren aggressiv. Entscheidend war, wer das erste Tor schießt. Wir haben einen Fehler zu viel gemacht, den hat die Eintracht genutzt. Dem 0:1 sind wir hinterher gerannt, hatten ach in der zweiten Hälfte sehr gute Phasen“, sagte Schmidt. Zum verdienten Unentschieden reichte es für die Hausherren aber nicht. Auch wenn die Seligenstädter – wie von Schmidt gefordert – die Eindrücke zurecht rückten und sich gegenüber dem 0:2 im Hinrundenspiel, als die Sportfreunde chancenlos waren, deutlich verbessert zeigten.
Seligenstadt begann engagiert, bereits in der ersten Minute schlug Stadtallendorfs Ceyhun Dinler den Ball nach einer Hereingabe von Patrick Hilser in höchster Not aus der Gefahrenzone. Erst nach 20 Minuten kam die Eintracht etwas besser ins Spiel und ging nach einer halben Stunde in Führung. Seligenstadts Jan Hertrich verlor auf der linken Seite den Ball, Stadtallendorfs Del Angelo Williams flankte nach innen und Laurin Vogt brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten – 0:1.
Ihre beste Chance vergaben die Seligenstädter gleich zu Beginn der zweiten Hälfte. Torjäger Raoul Dalmeida sprintete in einen Rückpass von Stadtallendorfs Kevin Gaudermann, umkurvte Gästetorwart Manuel Bachmeier und brauchte den Ball zwei Meter von der Außenlinie nur noch ins leere Tor schieben. Doch Dalmeida, der damit auch im fünften Pflichtspiel des Jahres (inklusive Hessenpokal) ohne Torerfolg blieb, versuchte es mit Gewalt und schoss den Ball mehrere Meter über das Tor.
Seligenstadt mühte sich weiter, Stadtallendorf verpasste bei seinen Kontern über Williams und Erdinc Solak die Vorentscheidung, so dass es bis zum Schluss spannend blieb. Mit Yves Böttler und dem jungen Fidan Salii schickte Lars Schmidt in der Schlussphase zwei frische Offensivkräfte ins Rennen, die die Niederlage aber auch nicht verhindern konnten. Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja stimmte mit Lars Schmidt überein: „Entscheidend war, wer das erste Tor macht.“
Stadtallendorf, durch den Aufstiegsverzicht des SC Hessen Dreieich motiviert in die Einhardstadt gekommen, präsentierte sich als cleverer Aufstiegsaspirant. So einer erwartet die Seligenstädter auch am nächsten Wochenende, wenn sie bei Rot-Weiss Frankfurt auf dem Prüfstand stehen.
 
Sportfreunde Seligenstadt: Duschner – Löbig, Piarulli, Kunisch, Hertrich – Hilser, Mladenovic – Leis (70. Böttler), Hillmann (81. Salii), Hofmann – Dalmeida
Eintracht Stadtallendorf: Bachmeier – Dinler, Gaudermann, Vidakovics, Arifi, Vier, Völk, Solak (81. Bartheld), Doeringer (65. Yildirim), Vogt (88. Schudy), Williams
 
Tor(e): 0:1 Vogt (30.)
Besondere Vorkommnisse: ./.
Schiedsrichter: Rother (St. Stephan-Griesheim)
Zuschauer: 250
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