Auch im dritten Anlauf gingen die Sportfreunde Seligenstadt gegen Rot-Weiß Hadamar leer aus.

Mit dem 1:3 (0:1) kassierten die Einhardstädter in der Hessenliga nach dem 1:2 in der Hinrunde und dem 2:4 nach Elfmeterschießen im Hessenpokal bereits die dritte Niederlage in der laufenden Saison. „Das war unnötig, aber wir haben die Dinger einfach nicht reingemacht“, meinte Sportfreunde-Trainer Lars Schmidt. Für Kevin Hillmann (beruflich verhindert) schickte Schmidt Dorian Ahouandyinou als Zehner ins Rennen. „Er hat seine Sache gut gemacht“, sagte Schmidt. Allerdings verlässt Ahouandyinou die Sportfreunde am Rundenende und kehrt zu seinem Ex-Verein SG Bruchköbel in die Verbandsliga Süd zurück. Nach 65 Minuten wurde Ahouandyinou zwar ausgewechselt, „aber auch nur, weil ich eine zweite Spitze bringen wollte“, erklärte Schmidt.
„Wir haben in der ersten Hälfte einige gute Möglichkeiten liegen lassen“, bedauerte Schmidt. So in der 44. Minute, als sich Ahouandyinou auf der rechten Seite durchsetzte und den Ball auf Marius Löbig zurücklegte, der aber am Abschluss aus kurzer Distanz gehindert wurde. Zumindest die Spieler der Sportfreunde forderten in dieser Situation vehement Strafstoß. Während die Seligenstädter noch lamentierten, startete Hadamar zum Gegenzug, Jörn Heep köpfte eine Flanke zum schmeichelhaften 0:1 ein (45.).
Seligenstadt startete schwungvoll in die zweite Hälfte und drängte auf den Ausgleich. Ahouandyinou vergab eine weitere gute Möglichkeit, ehe Patrick Hofmann mit einem Flachschuss zum verdienten 1:1 erfolgreich war (68.). Seligenstadt stürmte weiter, der eingewechselte Tobias Leis sorgte über die rechte Seite für viel Druck, schoss aber knapp am Gästetor vorbei. Besser machten es die Hadamarer, die eine ihrer wenigen Chancen nutzten und durch Jonas Herdering überraschend erneut in Führung gingen (83.). Seligenstadt entblößte die Abwehr, auch Innenverteidiger Sven Kunisch rückte nun nach vorne. Das nächste Tor erzielten aber erneut die Gäste. Der kurz zuvor eingewechselte David Sembene machte in der dritten Minute der Nachspielzeit alles klar. Der dritte Gegentreffer spielte keine Rolle mehr, entscheidend war das 1:2 sieben Minuten vor Spielende. „Wir hätten das vorher regeln müssen“, sagte Schmidt. Dazu hätten die „Roten“ aber ihre Chancen besser nutzen müssen.
 
Sportfreunde Seligenstadt: Duschner - Piarulli, Kunisch, Krist, Hertrich - Hilser, Mladenovic - Löbig (86. Leis), Hillmann (82. Salii), Hofmann - Hochstein (70. Dalmeida)
Rot-Weiß Hadamar: Strauch; Horz, Rademacher, Heep (58. Heene), Kuczok, Schraut, Kretschmer, Herdering, Haubrich, Burggraf (69. Rücker), Zey (88. Sembene)
 
Tor(e): 0:1 Heep (45.), 1:1 Hofmann (68.), 1:2 Herdering (83.), 1:3 Sembene (90.+3)
Besondere Vorkommnisse: Gelbrote Karte Hilser (84./Seligenstadt)
Schiedsrichter: Arnold (Waldberg)
Zuschauer: 120
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